Ihr direkter Draht: +49 711 64978-0 info@intra-eg.de

Beglaubigte Übersetzung anfordern

Postediting & KI-Workflows

Maschinelle Übersetzung sinnvoll einsetzen — und wissen, wo sie aufhört

Wir arbeiten mit KI-gestützten Werkzeugen, weil sie in bestimmten Fällen Zeit und Kosten sparen. Und wir sagen Ihnen ebenso klar, wann wir davon abraten. Beides gehört zusammen: Technologieoffenheit ohne fachliche Kontrolle wäre fahrlässig, Technologieverweigerung wäre teuer.

Grundlagen

Was Postediting ist

Auf der sicheren Seite: Post-Editing von KI-generierten Übersetzungen

  • Hohe Übersetzungskompetenz
  • Umfassendes Fachwissen
  • Langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Qualitätssicherung
  • Prozesse nach DIN ISO 18587

Post-Editing oder Posteditieren bezeichnet die Überarbeitung von maschinellen bzw. KI-generierten Übersetzungen durch Humanübersetzer:innen.

Postediting bedeutet: Ein Text wird zunächst maschinell übersetzt, anschließend von einer fachkundigen Person überarbeitet. Die Norm DIN ISO 18587 beschreibt, wie das geschehen muss und was das Ergebnis leisten soll.

Bei bestimmten Textsorten ist es möglich, große Übersetzungsprojekte durch den Einsatz von maschinellen Übersetzungssystemen oder KI mit Post-Editing schneller und/oder kostengünstiger abzuwickeln. Die Fachübersetzer:innen von InTra haben Erfahrung mit Post-Editing und übernehmen für Sie umfangreiche Projekte, die sich für eine maschinelle Übersetzung mit anschließendem Post-Editing eignen. Unsere Projektleiter beraten Sie gerne.

Light Postediting

Der Text wird verständlich und inhaltlich korrekt gemacht. Stil und Eleganz bleiben zweitrangig. Geeignet für interne Dokumente, Wissensdatenbanken und Texte mit kurzer Lebensdauer, bei denen es auf Verständlichkeit ankommt, nicht auf Wirkung.

Full Postediting

Das Ergebnis ist von einer Humanübersetzung nicht zu unterscheiden: korrekte Terminologie, angemessener Stil, konsistente Sprache. Geeignet für veröffentlichte Texte mit hohem Wiederholungsanteil, etwa technische Dokumentation.

Wann Postediting sich lohnt

  • Große Textmengen mit hohem Wiederholungsanteil
  • Technische Dokumentation mit klarer, standardisierter Sprache
  • Interne Texte, Schulungsmaterial, Wissensdatenbanken
  • Produktdaten und Kataloginhalte
  • Vorhandenes Translation Memory und gepflegte Terminologie

Wann wir davon abraten

  • Verträge, Schriftsätze, Urteile und alles rechtlich Bindende
  • Beglaubigte Übersetzungen — hier ist es fachlich ausgeschlossen
  • Marketing- und Markentexte, bei denen Wirkung entsteht statt Information
  • Texte mit vielen Mehrdeutigkeiten oder kulturellen Bezügen
  • Schlecht geschriebene Ausgangstexte — die Maschine verstärkt deren Schwächen

Ein häufiges Missverständnis: Postediting ist nicht automatisch günstiger. Bei schwierigen Ausgangstexten ist die Überarbeitung einer maschinellen Fassung aufwendiger als eine Neuübersetzung — und das Ergebnis schlechter. Wir prüfen das vorab an einer Stichprobe und sagen Ihnen das Ergebnis, auch wenn es gegen den größeren Auftrag spricht.

Datenschutz bei maschineller Übersetzung

Der wichtigste Punkt, über den selten gesprochen wird: Frei verfügbare Übersetzungs- und KI-Dienste verarbeiten Ihre Inhalte auf fremden Servern und behalten sich teilweise vor, sie zur Verbesserung ihrer Systeme weiterzuverwenden. Für Verträge, Personaldaten oder unveröffentlichte Unterlagen ist das keine Option.

Wir setzen für Kundenprojekte ausschließlich Systeme ein, die Ihre Inhalte nicht zu Trainingszwecken verwenden und vertraglich zur Löschung verpflichtet sind. Bei besonders sensiblen Unterlagen arbeiten wir ohne maschinelle Vorübersetzung.

TODO: Konkret eingesetzte MÜ- und KI-Systeme benennen (z. B. DeepL Pro, Trados, memoQ) sowie Serverstandort und Auftragsverarbeitungsvertrag. Namentliche Nennung wirkt deutlich glaubwürdiger als eine allgemeine Zusicherung.

Grafik: maschinelle Rohfassung mit markierten Problemstellen neben der redigierten Endfassung

Beratung

Wenn Sie Übersetzungsprozesse selbst aufsetzen wollen

Manche Kunden brauchen keine Übersetzung, sondern eine Entscheidung: Welches Werkzeug, welcher Prozess, welche Qualitätsstufe für welche Textsorte? Dafür beraten wir — unabhängig davon, ob Sie anschließend bei uns übersetzen lassen.

Prozessanalyse

Wo entstehen bei Ihnen Übersetzungsbedarfe, wer beauftragt, wer gibt frei, wo geht Zeit verloren?

Werkzeug- und Qualitätsstufen

Welche Textsorte braucht welche Bearbeitungstiefe — und welches System ist datenschutzrechtlich tragfähig?

Einführung und Schulung

Wir begleiten die Umstellung und schulen Ihre Mitarbeitenden im Umgang mit den Werkzeugen.

Lohnt sich Postediting für Ihre Texte?

Schicken Sie uns eine Stichprobe. Wir sagen Ihnen, was maschinell sinnvoll ist und was nicht — vor dem Angebot.